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Deutscher Outdoor-Hersteller droht schwulem Versandhandel

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Das Unternehmen Jack Wolfskin geht gerichtlich gegen einen Versandhandel der schwulen Bärenszene vor, weil die Bärentatze dem Logo des Anbieters für Outdoor-Ausrüstung ähnelt.

Es wird nun befürchtet, dieses Vorgehen könnte Auswirkungen auf die gesamte Bärenszene haben, da auch die offizielle, von der Brotherhood of Bears gestaltete Flagge eine solche Tatze enthält.

Bereits in der Vergangenheit ist Jack Wolfskin mit Härte gegen angebliche Nachahmer vorgegangen. So erwirkte das Unternehmen 2002 einen Gerichtsbeschluss, der es der taz verbietet, Merchandising-Produkte aus dem Outdoor-Bereich mit der taz-Tatze zu bedrucken. Und das, obwohl das Logo der taz bereits zwei Jahre vor der Gründung des Sportartikelherstellers entworfen (aber nicht als Marke gesichert) wurde. Das Gericht untersagte es der taz ebenfalls, die Tatze abzudrucken, wenn der Schriftzug "die tageszeitung" gleich neben dem Pfotenabdruck prangt.

Die Firma Jack Wolfskin wurde 1981 gegründet und ist nach eigenen Angaben der größte Outdoor-Ausrüster in Deutschland. Der Umsatz beläuft sich auf über 200 Millionen Euro.

Proteste im internet gegen das Vorgehen des Unternehmens haben nun zumindest erste Erfolge gezeigt: Seine Klagsdrohungen gegen Anbieter des Handarbeits-Portals „Dawanda“, hat die Firma nun zurückgezogen. Dort fühlte sich Jack Wolfskin in seinen Markenrechten verletzt, da die markenrechtlich geschützte Bärentatze ua in Form von Pfötchenmustern auf handgefertigten Polstern Verwendung gefunden hatte.

Weitere Informationen:

http://www.queer.de/detail.php?article_id=11259

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,655890,00.html


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