Red:out! KPÖ

Am 25. Juni ist wieder Donnerstag!

AktuellAm 25. Juni ist wieder Donnerstag! UND wir sind bei unserem dritten queerDo fix zusammen!
- Donnerstag, 25. Juni 2020 von 18:00 bis 23:00
- Platz Der Menschenrechte Wien

Pride Month ist normalerweise eine Zeit voller Treffen und Sichtbarkeit, in der wir als Queers, sexuell vielfältige und gender-nonconforming Community öffentlichen Raum übernehmen und unser Leben und Überleben feiern, feiern wie weit wir mit unseren Kämpfen für Gerechtigkeit gekommen sind, und darauf aufmerksam machen was noch vor uns liegt.

Wir tun dies mit Leidenschaft, mit Flamboyanz, mit unserer Wut, Trauer und mit sozialer Erotik. In der Öffentlichkeit zu feiern ist ermutigend, ist emanzipatorisch, ist die Übernahme des alten Normalen und verschiebt die Grenzen mit jedem Schritt, egal ob in Stiefeln, Turn- oder Stöckelschuhen.

Die aktuelle Corona Krise ist eine Herausforderung für viele Communitys und wir wissen, welche Auswirkungen Isolation hat, wenn man sich in den eigenen Familien, Kulturen und Religionen fremd fühlt, wenn die eigene Form von Liebe und Fürsorge nicht anerkannt wird. Isolation heißt für viele Queers, allein mit Stress und Problemen psychischer Gesundheit Umgang finden zu müssen.

Aber die Rebellionen sind lebendig, vielleicht gerade wegen der Gesundheitskrise! Was wir in den Protesten von #BlackLivesMatter sehen, ist der Kern des Begehrens nach mehr als nur Überleben. Als trans Person von Bedeutung zu sein, als intergeschlechtliches Kind keinen Bedarf an Korrektur zu haben, denken wir an Regenbogenfamilien, an queere Geflüchtete, an gender-nonconforming, chronisch kranke, behinderte, alte und fette Körper … Wir müssen eine aufrichtige Diskussion über Rassismus in der LGBTIQ Community beginnen, wir müssen toxische Maskulinität zerschmettern und eine intersektionelle, queere, feministische und antikapitalistische Rebellion in uns allen anstreben.

Speziell hier im sogenannten Herzen Europas müssen wir in den von den Rebellionen hochgehaltenen Spiegel schauen! Wir müssen den kolonialen, rassistischen, antisemitischen, homo- und transfeindlichen Kreuzzügen die hier begonnen haben die Stirn bieten. Wir sitzen an der Quelle des Problems, und wir müssen gemeinsam dagegen aufstehen.

Das ist der Grund warum wir in Pride zusammenkommen: Der Kampf ist noch nicht vorbei, die stille Einsamkeit ist vorbei und wir sind hier, um die Welt in Richtung Gerechtigkeit für alle zu verändern. Wir sind zusammen um aufzustehen!

Wir treffen uns am 25. Juni um 18 Uhr am Platz der Menschenrechte.

Wieder zusammen sein bedeutet außerdem aufeinander aufzupassen, deswegen tragen wir alle Mund-Nasenschutz, nicht nur weil es vorgeschrieben ist.

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