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GRAZ: "queerograd goes graz" 10.11. /11.11.2006

  • Donnerstag, 2. November 2006 @ 08:35
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Aktuell Zweitägigen Veranstaltung von KiG!_Kultur_in_ Graz und Queerograd

Veranstaltungsort:
medien.KUNSTLABOR im Kunsthaus Graz
Lendkai 1, 8020 Graz
www.medienkunstlabor.at
Tel: +43 (316) 8017-9229 Über die Veranstaltung:
queerograd ist ein Plattform-Format zwischen seriösem Diskurs und trashigem Polittainment, bei dem in Theorie & Pop(o)praxis über heteronormative Matrix, Identäten und Identitätskonstruktionen, Geschlechter-und Gesellschaftsverhältnisse, linke Perspektiven und radikale Globalismen flaniert und agitiert wird.
Der 3. Veranstaltungsblock findet nun erstmals in Graz in Kooperation mit KIG/Kultur in Graz statt.

die Klammer, die diesen 3. Veranstaltungsblock von queerograd bildet, könnte bezeichnet werden mit der Frage nach dem NICHTIDENTISCHEM - dieser urpsrünglich von Adorno zur Antisemitismus-Analyse benutzte Begriff umfasst das Verhältniss von marginalisierten, stigmatisierten Individuen und Gruppen innerhalb vermeintlich homogener Gesellschaften, die sich durch vermeintliche identitäre Zuschreibungen auszeichnen. So kommt es nicht von ungefähr, dass wir in diesem Veranstaltungsblock unter dem Label "queer" ein starkes Augenmerk auf Antisemitismusanalyse legen werden und vielleicht Parallelen bzw. strukturelle Ähnlichkeiten zur Homophobie legen werden.....

wir werden uns mit Basisfragen zur EMANZIPATION beschäftigen und behandeln die Frage, warum eine Gesellschaft einer Gemeinschaft vorzuziehen ist:
weil wir die zivilisatorischen Errungenschaften einer Verrechtlichung von gesellschaftlichen Lebensverhältnissen mit all ihren Widersprüchen einer vermeintlichen Identitätskonstruktion als Zwangskollektiv deutlich den Vorrang geben; dies erscheint umso schwieriger, als eine "SUCHT NACH IDENTITÄT" weit verbreitet scheint, ja gar "naturgegeben" daher kommt -
ebenso "naturgegeben" erscheinen uns Homophobie und Xenophobie....schon etwas verschachtelter der Antisemitismus (vielleicht die abstrakteste Form der PATHISCHEN PROJEKTION) - so "naturgegeben", dass diese Phänomene angeblich nur in schwierigen, aufklärerisch-zivilisatorischen Prozessen zu überwinden seien und diese Überwindung entsprechend labil sei - bei gesellschaftlicher Regression brächen diese Projektionen wieder durch.


Näheres unter:
queerograd.antville.org/